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verschiedene Arten von Spam


Unverlangte Massen-E-Mail
An erster Stelle ist wegen des großen Umfangs und des daraus resultierenden Bekanntheitsgrades die Unverlangte Massen-E-Mail (kurz UBE, von englisch „Unsolicited Bulk E-Mail“) zu nennen. Es handelt sich dabei um E-Mails, die an eine große Anzahl Empfänger verschickt werden. Häufig handelt es sich dabei um E-Mail-Marketing-Aktionen – missionierende oder volksverhetzende E-Mails und Kettenbriefe gehören aber ebenfalls in diese Kategorie. Durch die Fülle der Varianten haben sich für einige besonders häufige Typen eigene Begriffe herausgebildet, wie Scam, Phishing, Joe-Job, Hoax und Aktienspam.

Unverlangte kommerzielle E-Mail
Die unverlangte kommerzielle E-Mail (kurz UCE, von englisch „Unsolicited Commercial E-Mail“) ist eine E-Mail mit kommerziellen Inhalten, die an Empfänger (auch wenige oder einzelne) verschickt werden. UCE ist in Deutschland unter bestimmten Umständen legal, siehe Rechtslage in Deutschland. Typische Beispiele für UCE sind dubiose oder besonders günstig erscheinende Angebote für Sex, Potenzmittel, Pornographie, Penisvergrößerung, illegale Online-Glücksspiel-Casinos, gefälschte Uhren, Lebensverlängerung, Software, Markenprodukte, Finanzdienstleistungen oder Medikamente usw.

Kollateraler Spam, Backscatter
Als kollateraler Spam oder Backscatter werden E-Mails bezeichnet, die als Antwort auf eine eingehende E-Mail erzeugt und einem unbeteiligten Dritten zugestellt werden. Auslöser von kollateralem Spam sind besonders häufig Malware- oder Spam-Mails, da hier in der Regel gefälschte Absender benutzt werden. Kollateraler Spam entsteht im Wesentlichen auf zwei Wegen: 1.Wenn E-Mails mit gefälschter Absender-Adresse (der Adresse des unbeteiligten Dritten) verschickt werden, das empfangende E-Mail-System diese E-Mail zunächst annimmt und daraufhin eine Unzustellbarkeitsnachricht, eine Abwesenheitsnachricht oder ähnliches an den vermeintlichen Absender schickt. 2.Kollateraler Spam wird auch von Empfängern erzeugt, die in Verkennung der Lage den vermeintlichen Absender einer Spam-Mail oder eines Virus mit Beschwerde-E-Mails oder E-Mail-Bomben eindecken. Siehe auch: Backscatter (E-Mail)

Usenet-Spam
Mitte der 1990er Jahre, als nur die wenigsten Menschen und Unternehmen eine E-Mail-Adresse hatten und schon allein daher massenhafter E-Mail-Versand noch nicht möglich war, fand das Wort Spam seinen Weg ins Usenet. Es sollte die Tätigkeit Einzelner bezeichnen, ihre immer gleichlautende Werbung in tausende von Newsgroups zu posten, ohne sich um die thematische Zweckentfremdung zu scheren oder sich für die nachfolgenden Diskussionen zu interessieren. Der allererste Spam, der extrem viele Newsgroups verunreinigte, war 1994 eine Werbekampagne des Rechtsanwaltsbüros Canter & Siegel (USA), die dafür warb, bei der Teilnahme an der Verlosung von Greencards behilflich zu sein. Suchmaschinen-Spamming[Bearbeiten] Beim Suchmaschinen-Spamming wird versucht, über Einträge in eigenen oder fremden Webseiten die Bewertungs-Algorithmen von Suchmaschinen positiv zu beeinflussen.

Referrer-Spam
Referrer-Spam ist eine Sonderform des Suchmaschinen-Spamming. Hierbei werden Webseiten massenhaft aufgerufen, damit diese als Referrer in den Logdateien von Webservern der angegriffenen Webseiten auftauchen. Spam over Internet Telephony (SPIT)[Bearbeiten] Als Spam over Internet Telephony, kurz SPIT, werden unerwünschte und automatisch eingespielte Anrufe per VoIP bezeichnet. Dabei wird (bei Verwendung des SIP Protokolls mittels INVITE Nachrichten) versucht, automatisiert Telefonverbindungen aufzubauen. Sofern der angerufene Teilnehmer antwortet, werden die Audiodaten (z.B. eine aufgezeichnete Werbenachricht) über das RTP Protokoll eingespielt

Spam over Mobile Phone (SPOM)
Auch die Kommunikation per Mobiltelefon wird von Spam beeinträchtigt. Unerwünschte Kurzmitteilungen oder Anrufe werden als (Mobile) Phone Spam, teils auch als Spam over Mobile Phone (SPOM) bezeichnet. Durch verstärkten Einsatz von Mobile-Marketing zur Marktforschung und durch unerwünschte Kurzmitteilungen erreicht Mobile Phone Spam in Japan bereits bis zu 90 % des elektronischen Nachrichtenaufkommens. Eine Variante sind sogenannte Spam- oder Ping-Anrufe, die nur Sekundenbruchteile dauern und den Angerufenen zum teuren Rückruf eines Mehrwertdienstes verleiten sollen.

Sonstige
Weitere Formen von Spam sind Spam over Instant Messaging, kurz SPIM, das Protokolle wie z. B. IRC, ICQ oder den Windows-Nachrichtendienst benutzt oder Spam over Presence Protocol, kurz SPPP.