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Spam over Internet Telephony (SPIT)


Als Spam over Internet Telephony, kurz SPIT, werden unerwünschte und automatisch eingespielte Anrufe per VoIP bezeichnet. Dabei wird (bei Verwendung des SIP Protokolls mittels INVITE Nachrichten) versucht, automatisiert Telefonverbindungen aufzubauen. Sofern der angerufene Teilnehmer antwortet, werden die Audiodaten (z.B. eine aufgezeichnete Werbenachricht) über das RTP Protokoll eingespielt.

Spam over Internet Telephony (SPIT) ist Telefon-Spam, der über das Internet Protocol mit Hilfe der IP-Telefonie (Voice-over-IP) übertragen wird. Als Telefon-Spam bezeichnet man unerwünschte Telefonanrufe, die automatisiert und in großer Anzahl eingespielt werden. Telefon-Spam ist vergleichbar mit E-Mail-Spam, zurzeit aber weniger verbreitet und erfordert aufgrund der synchronen Kommunikation andere Schutzmaßnahmen.

IP-Telefonie ist ebenso wie E-Mail und andere Internet Anwendungen anfällig für den Missbrauch durch unerwünschte Nachrichten und Verbindungen. Anrufmaschinen können zum Telefonverkauf, Telemarketing, für angebliche Gewinnmitteilungen oder als Lockanrufe eingesetzt werden. Insbesondere die IP-Telefonie bietet hierfür frei verfügbare Software (wie Asterisk oder SIPp) und preisgünstige Möglichkeiten um eine große Anzahl von Anrufen automatisiert abzusetzen. Die IP-Telefonie basiert dabei häufig auf dem Session Initiation Protocol (SIP)[1] zum Aufbau, Steuerung und Abbau der Telefonverbindungen. Nach dem Aufbau einer SIP-Sitzung und der Annahme des Gesprächs durch den angerufenen Teilnehmer kann eine vorab aufgezeichnete Spam-Nachricht eingespielt werden. Bei reinen Lock- oder Pinganrufen werden keine Audiodaten übertragen.